Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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In 5 Stunden ist es zu spät

Informationsveranstaltung zur Organspende am Osteroder Gymnasium

Fünf Stunden sind der Zeitraum, den ein Herz stillstehen darf, bevor es in einem neuen Körper zu schlagen beginnt. Diese kurze Zeitspanne machte allen Schülern des 12 Jahrgangs am Gymnasium Osterode deutlich, welche ungeheuere Präzisionsarbeit nötig ist, um eine Herztransplantation erfolgreich durchzuführen. Aber alle Mühen bleiben vergebens, wenn sich keine Organspender finden. So war es das Hauptanliegen Dr. Grossmanns vom Zentrum für Herzchirurgie der Universitätsklinik Göttingen den Schülern die Angst davor zu nehmen, als mögliche Organspender von Medizinern zu früh für tot erklärt zu werden. Gerade das in der Öffentlichkeit gerne strapazierte Bild vom tödlich verunglückten jugendlichen Motorradfahrer als dem klassischen Organspender, so Dr. Grossmann, entspricht nicht der Realität. Gerade die bei solch Schwerverletzten vorgenommenen medizinischen Maßnahmen, wie etwa die Einleitung eines künstlichen Komas, machen es äußerst schwierig, einen Hirntod eindeutig festzustellen. Bei den meisten Organspendern wären vielmehr Gehirnblutungen die Todesursache.
Welche Verbesserung der Lebensqualität ein neues Organ bedeutet, konnte Hilmar Kumm von der Selbsthilfegruppe der Transplantierten (Tel. 05571-2924) den Schülern anschaulich beweisen. Zwar müssten gerade Implantierte sehr aufpassen, keine Infektionen zu bekommen und regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen in die Klinik, aber das Leben sei wieder lebenswert.




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