Am 23. September diese Jahres fuhr unser gesamter Jahrgang 11 nach Göttingen zum Berufsinformationszentrum (BIZ). Dort sollte uns die Möglichkeit gegeben werden, uns über bestimmte Berufe zu informieren, um eine Hilfe für die spätere Berufswahl zu erhalten. Im BIZ standen uns Computer, Videos und Mappen über die einzelnen Berufsfelder zur Verfügung. Nach einer kurzen Einweisung eines freundlichen Mitarbeiters machten wir uns an "die Arbeit", jedoch wurden wir teilweise etwas enttäuscht. An den Computern konnte man testen, welchen Beruf man anstreben sollte. Diese Art von "Selbstfindungstrip" klang zwar zuerst verlockend und interessant, doch nach der Auflösung machte sich Erstaunen breit, denn entweder war dieser Beruf einem nicht bekannt oder man hatte sich bereits entschlossen, auf keinen Fall in dieser Branche tätig zu werden. War trotzdem ein Beruf aufgelistet, der sympathisch erschien, konnte man sich mit Hilfe der Mappen und Videos näher damit befassen. Doch schon folgte das nächste Problem, denn zu manchen Berufen, die von dem "technischen Berater" empfohlen worden waren, fanden sich keine Mappen oder die Videos dazu waren nicht im Inhaltsverzeichnis vorhanden. Falls man dennoch Glück hatte und eine Mappe zu diesem Beruf ergatterte, wurde man schon allein durch die Liste der Fähigkeiten, die man besitzen sollte, eingeschüchtert. Gab man sich nicht geschlagen und las weiter, wohlgemerkt langsam und konzentriert, erhielt man viele mehr oder weniger brauchbare Fakten zu diesem Beruf. Leider fehlte vollkommen die Beschreibung des Alltags dieses gewählten Berufs in den Mappen. Dafür war wohl das Medium Video gedacht, doch in dieser 10 minütigen, etwas veralteten Fassung wurde auch nur ansatzweise und sehr kurz der Alltag beschrieben.
Fazit: Die Bemühung des Arbeitsamtes eine Informationsquelle mit verschiedenen Medien für unentschlossene Jugendliche zu schaffen ist lobenswert, allerdings sollten die Berufe besser beschrieben werden und die Informationen dem neusten Stand entsprechen.
Johanna Frisch




