Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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Exkursion zur Gedenkstätte Dora- Mittelbau in Nordhausen

Aufgrund der Thematik des Geschichtsunterrichts stand schon seit längeren ein Besuch des KZs Dora- Mittelbau in Nordhausen auf den Plan. Diesen traten wir, die 10F2 und die 10F3, am 16.02.2005 an.
Bild 1
Schon bald erreichten wir bei Schnee und Eis die relativ übersichtliche KZ-Gedenkstätte. Zunächst erhielten wir von einer sehr motivierten Mitarbeiterin einige historische Informationen und bekamen schließlich einen ca. 30minütigen Film zu sehen, um uns die damalige Situation vor Augen zu führen.
Als nächstes wurden die Klassen getrennt und jede trat eine andere Besichtigungstour an, wobei das Glatteis für schwieriges Vorankommen sorgte (einigen ist dies nicht ganz gelungen). Die 10F3 besuchte zunächst die Stollen im Kohnstein, wo von 1943-1945 Häftlinge unter unmenschlichsten Bedingungen arbeiten mussten. Ihre Arbeit bestand aus dem Bau weiterer Stollen sowie der Fertigung der Vergeltungswaffen V1 und V2 (Raketen). Da viel zerstört wurde, konnten nur die ehemaligen Schlafstellen und auch einige Arbeitsbereiche angeschaut werden.
Obwohl dieser Teil der Führung sehr interessant war, waren wir schließlich doch froh, wieder aus den muffigen, dunklen und recht kühlen Höhlengängen herauszukommen.
Bild 2
Auch die Tatsache, dass wir zunächst vom hellen Tageslicht regelrecht überrascht wurden, ließ uns die damalige Situation noch einmal bewusst werden. Viele Häftlinge bekamen dieses Bild nicht mehr zu sehen und starben an Verzweiflung und körperlicher Not in der Dunkelheit.
Bild 3
Nach einer kurzen Pause nahm sich die 10F2 den Stollen vor; die 10F3 den Appellplatz sowie die umliegenden Gebiete – Lagergefängnis und zahlreiche Baracken. Hierbei wurde lediglich viel erzählt und wenig angeschaut, was diesen Teil der Führung etwas langweiliger gestaltete.
Nachdem wir noch viel über die dortigen Hinrichtungen erfahren haben und sich die nette Mitarbeiterin verabschiedet hatte –allerdings nicht ohne uns zu sagen, wer aufgrund seines Aussehens die damalige Zeit nicht überlebt hätte – waren wir für die letzte Zeit auf uns allein gestellt. Die Auswahlmöglichkeiten waren das Krematorium (Vernichtungsstätte) und ein kleines Museum.
Uns allen hat der Ausflug sehr gefallen und wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei Frau Möller-Kühn und Herrn Prange, die diesen Ausflug organisiert haben und uns damit eine interessante Abwechslung zum Unterricht gaben.
Bild 4
Anna K. Franke
Ann-Christin Weihmann

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