"Das Lächeln ist das A und O." Dieser Satz klingt überzeugend und die 24 Kursschüler des Gymnasiums Osterode sind sich bei der Auswahl eines geeigneten Fotos für eine Bewerbungsmappe schnell einig: "Hier wirken die Haare zu ungepflegt, mit diesem kindischen Lächeln kann man bei einer Bankbewerbung auch keinen Blumentopf gewinnen und seriös sollte die Kleidung schon wirken."
Zusammen mit ihrem Bewerbungstrainer Peter Eichhorn wählen sie das bestgeeignete Bild aus. "Seid mutig, und zeigt beim Lächeln ruhig eure Zähne, euer Profil kann man dann der Bewerbungsmappe entnehmen." Der Sozialwissenschaftler ermutigt die Schüler und Schülerinnen, sich nicht allzu brav und bieder zu präsentieren. "Ihr habt schließlich etwas zu bieten!" Zum ersten Mal trainieren Peter Eichhorn, Michael Weber und Sebastian Saul von Jump die Schüler unseres Gymnasiums. Finanziert und gesponsert wird das ganze von der Volksbank im Harz, so entstehen Schülern und Schule keine Kosten, wenn das hochqualifizierte Team "zur Schule geht." Und die drei von Jump haben einiges zu bieten: Sie vermitteln neben dem Wissen rund um die Bewerbung auch knallharte Erfahrung: "Als ich dann bei meiner ersten Stelle anrufen sollte, wusste ich prompt nicht, wie ich melden sollte", berichtet ein 12. Klassler. "Das Training hilft aufmerksam zu machen." Dies ist ein erklärtes Anliegen des JUMP-Teams: "Die Schüler sollen sich Gedanken machen, wie sie positiv auffallen, wie sie sich aus der Masse der Bewerber herausheben", so Sebastian Saul, Regionaler JUMP-Team-Leiter. Den Schülern gefällt's: "Hier bekommt man viele Informationen, das ist toll", so die 17-jährige Merle Töpperwien und Vincent Schmidt ergänzt: "So etwas wie ein Bewerbungsgespräch habe ich noch nie gemacht, das ist eine tolle Idee. Man lernt hier, dass man mit 08/15 Bewerbungen nicht weit kommt." Seit einem Jahr bestehen Kontakte zu der Firma UP Consulting aus Rotenburg Wümme, der Initiatorin von Jump, einem niedersächsischen Projekt. Jump ist mehr als Bewerbungstraining in der Schule, hinter JUMP verbirgt sich ein Intemetportal, in dem regionale Firmen und Arbeitgeber ihre offenen Arbeitsplätze anbieten und Arbeitssuchende schnell und aktuell Kontakte knüpfen können. Sandy Rieche, Latein- und Politiklehrerin lernte JUMP auf einer Fortbildung im vergangenen Jahr kennen: "Diese Training spricht die Jugendlichen an, die Trainer haben so viel zu bieten, da war mir schnell klar, dass wir Jump an unsere Schule holen müssen." Unterstützt wurde sie dabei von Schulleiterin Karin Thiele: "Es ist ganz wichtig, dass wir unseren Schülern Möglichkeiten aufzeigen, sich gut auf dem Stellenmarkt zu behaupten, denn schließlich wollen sie ja auch ihr erworbenes Wissen einmal anwenden." Es sei auch im Interesse der Schülerinnen und Schüler, "dass sich die Schule auch für Wirtschaft öffnet." Wulf-Ingo Prange |
![]() Versuch macht klug: Vincent Schmidt, Jahrgang 12 trainiert mit Sebastian Saul, Jump, ein Bewer- bungstelefonat. |
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