Am 11.07.06 besuchten die Politikkurse Po21 und Po22 gemeinsam mit Frau Rieche und Herrn Adler den Landtag in Hannover, um einen besseren Einblick in die parlamentarische Arbeit der Abgeordneten zu bekommen.
Zuerst wurde der Gruppe ein, von der Fachhochschule Hannover konzipierter Film gezeigt, der einen informativen und zusammenfassenden Einblick zum Landtag und seinen Abgeordneten geben sollte.
Danach wurde die Möglichkeit geboten als Zuschauer auf der Tribüne an einer Debatte des Landtages teilzuhaben. Anlass dieser, war die aktuelle Stunde, welche in der Öffentlichkeit diskutierte Themen behandelt oder sich einer Debatte anschließt, zu der eine Fraktion weiteren Diskussionsbedarf anmeldet.
Dabei wurde in diesem Fall den beiden Kursen, das in der Öffentlichkeit stereotypische Bild eines Politikers gezeichnet, da ca. 40 Minuten diskutiert wurde, ob es vertretbar sei, wenn Ministerpräsident Wulf von einer Plenumssitzung am Nachmittag fernbleibt und stattdessen dem Handwerkertag 2006 in Osnabrück zusammen mit Frau Merkel beiwohnt. Diskutiert ist dabei ein zu harmloser Begriff, da sich CDU und SPD auf das heftigste anfeindeten, unterstützt von lautem Beifall für das eigene Fraktionsmitglied bzw. hämischen Äußerungen für den Gegner. Dies dauerte so lange, bis der Landtagspräsident darauf hinwies, dass doch die "aktuelle Stunde" im Mittelpunkt der Debatte stehen sollte und nicht die geführte Diskussion, die ganz und gar überflüssig war, da nach einer Abstimmung, die CDU und FDP, aufgrund der Stimmenmehrzahl logischerweise gewann, Ministerpräsident Wulf zum Handwerkertag fuhr.
In der "aktuellen Stunde" wurde dann das Thema "Arbeitsplatzvernichtung" debattiert, allerdings bekamen die Politikkurse davon nicht mehr sehr viel mit, da der erste Teil der Sitzung zu viel Zeit in Anspruch genommen hatte und jetzt die Möglichkeit geboten wurde, mit den Landtagsabgeordneten Regina Seringer (CDU) und Petra Emmerich- Kopatsch (SPD) zu diskutieren. Beide sind in mehreren Ausschüssen und Arbeitskreisen involviert und arbeiten gemeinsam in der Enquete-Kommission für Demographischen Wandel, der gerade auch die Wahlkreise tangiert, die sie vertreten.
Jedoch konnten beide kaum konkrete Vorschläge für eine positive Änderung der Demographieentwicklung in dieser Region bieten. Insgesamt war die Diskussion wenig erquicken, da die Schüler zu verhalten Fragen stellten, da sie zum Teil von der Redegewalt der Abgeordneten erdrückt wurden.
Alles in allem war es aber ein sehr informativer Ausflug, da den Kursen einen sehr anschaulichen Einblick in die Gefüge, Arbeitsweisen, Abläufe des Landtages geliefert wurde.
|