Das Grüne Klassenzimmer
Rosen und Felsenbirnen für besseres Lernen
Tilman-Riemenschneider-Schüler pflanzen ihr Grünes Klassenzimmer
Osterode. "Hier ist ein Stein in der Erde, ich komme mit der Schaufel gar nicht rein!" Jasmin gräbt verzweifelt ein Pflanzloch in die Erde.
Zusammen mit ihren Mitschülern aus der 5a und den Schülern der 6. Klassen, die den Jugendzukunftstag in der Schule verbringen, bepflanzt sie einen
Erdwall auf dem Gelände des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums. Was wie ein großes Hufeisen aussieht, ist ein neuer Unterrichtsraum für das Osteroder
Gymnasium: Das grüne Klassenzimmer. Der Förderverein des Gymnasiums und der Landkreis Osterode haben schon bestens vorgearbeitet: Mit großer finanzieller
Unterstützung des Fördervereins, Know How und Technik des Landkreises wurde der Erdwall aufgeschüttet, der Innenbereich und Sitztribünen gepflastert.
Ein Teilprojekt der Schulhofumgestaltung, das im Zuge des Wettbewerbes "Umweltschule in Europa" entstanden ist. Zusammen mit ihren Lehrern
Anja Hartung (StR) und Wulf-Ingo Prange (StR) graben die Schülerinnen und Schüler Pflanzlöcher, beschneiden Wurzeln und Rosenbüsche, wässern
die eingepflanzten Rosen und überlegen: "Wohin mit der Felsenbirne?" Doch es gibt einen Bepflanzungsplan nach ökologischen Gesichtspunkten,
den ein Landschaftsgärtner und Vater aus der 5a erstellt hat, der hilft weiter. Die Pflanzen, allein 250 Rosen, wurden morgens frisch geliefert:
Christian Salau, vom gleichnamigen Seesener Pflanzenhof, ließ es sich nicht nehmen, den jungen Gärtnern genau zu erklären, wie Rosenwurzeln und
Sträucher beschnitten, gewässert und eingepflanzt werden müssen: "Schneidet das Trockene ab, wässert die Wurzeln und achtet beim Einpflanzen darauf,
dass die Wurzeln vollständig mit Erde bedeckt sind."
Das Geld für die Pflanzen haben die Schüler aus den Werbeeinnahmen ihrer Schülerzeitung finanziert, eine Spende der Abiturienten des Jahrgangs 2007.
Und das Geld ist gut angelegt: Schon arbeiten die Schüler Hand in Hand und gutgelaunt und auch Jasmin hat ihr Pflanzloch nun tief genug ausgehoben:
"Komm hilf mir mal. Drück mal die Erde an. So, und jetzt gießen."
Wulf-Ingo Prange
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