Dass es mich als "waschechte Göttingerin" einmal nach Osterode verschlagen würde, das hätte ich nicht gedacht! So komme ich von Göttingen aus, nahe der B 27 wohnend, seit Beginn dieses Schuljahres einmal die Woche in das stille Harzrandstädtchen, um hier das Fach katholische Religion in den Klassen 7, 8 und 9/10 zu unterrichten. Nach meiner Schulzeit in Göttingen studierte ich dort die Fächer Erdkunde und Deutsch. Im Anschluss an das Studium verschlug es mich 1979 nach Emden in Ostfriesland, um dort "gleich hinter dem Deich" die zweite Lehrerprüfung abzulegen. Über fünf Jahre war ich dann in einem kirchlichen Beruf, bis ich schließlich 1987 doch wieder in der Schule landete - an der Bonifatiusschule II in Göttingen. Seitdem bin ich dort vielfältig einsetzbar in den Schulformen OS, HS, RS und GY. |
Warum unterrichte ich gern Religion? Jeder Mensch muss sich irgendwie einmal entscheiden, welche Werte sein Leben tragen. Und da ist die christliche Religion, die über Jahrhunderte die Kultur Europas geprägt hat, ein Angebot. "Reli" ist ein Fach, das auf den Weg der Suche nach Sinn führen kann. Im Religionsunterricht haben Jugendliche die Chance, die christliche Religion kennenzulernen, um nachher selbst entscheiden zu können, wie weit diese für ihr Leben sinnvoll ist. Bei vielen Fahrten mit Schülern zu "Tagen im Kloster" sind wir dem gemeinsam nachgegangen. Und noch etwas zu meiner Person: Ich bin Jahrgang 1955 und unverheiratet. In meiner Freizeit arbeite ich - zeitweise sehr intensiv - mit Zeitungen und Rundfunk zusammen. Im Bereich der Ökumene setze ich mich für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen ein. Und wenn ich mal "Luft holen" möchte, dann schwinge ich mich auf den "Drahtesel" oder auf "Schusters Rappen" und teste meine Grenzen aus. Unterwegs entstehen dann manche Fotos, denn das Fotografieren mit wechselnden Objektiven und die Suche nach Motiven sind für mich faszinierend. Auf dem Hintergrund kann ich den "Fulda-Radweg" nur empfehlen! - Aber am wichtigsten ist mir das Zusammensein mit lieben Freunden! Ulrike Saul |



