Als gebürtige Rheinländerin - Jahrgang 1968, wenn auch nicht direkt aus Köln, sondern aus Siegburg - kam ich früh mit dem römischen Erbe in Berührung ("Datis nepis potus Colonia - auf Köllsch: Dat is ne pispot us Kölle"). Und doch folgte ich nach dem Abitur nicht sofort dem Ruf der Römer, sondern absolvierte in Fulda ein sozialpädagogisches Studium, das ich 1991 mit dem Anerkennungsjahr im Schwalm-Eder-Kreis abschloss.
Danach gab es kein Halten mehr: Im WS 1991/92 nahm ich an der Uni Köln das Lehramtsstudium mit den Fächern Latein und Katholische Religionslehre (sowie Mittellatein) auf. Im Januar 1999 beendete ich mein Referendariat an der Kölner Liebfrauenschule. Im Rahmen einer Krankheitsvertretung konnte ich im Schuljahr 99/2000 am benachbarten Gymnasium Kreuzgasse praktische Erfahrungen sammeln - u.a. mit karnevalistischen Schulveranstaltungen. ("Kölle alaaf").
Da sich die Stellenaussichten in NRW für Lateinlehrerinnen nicht verbesserten, entschied ich mich zum Wechsel in ein anderes Bundesland. Osterprobt durch Fulda (noch vor Öffnung der Grenze), orientierte ich mich etwas nördlicher. Schon auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch entzückte mich die reizvolle Landschaft des Harzes (ganz besonders die roten Dächer). Meine Begeisterung ist durch die herzliche Aufnahme von Seiten des Kollegiums und der Schülerschaft noch gewachsen, die mir gemeinsam durch tatkräftige Unterstützung das Einleben leicht gemacht haben.
Auch wenn die Römer selbst sich nicht bis in den Harz getraut haben, hoffe ich für mein Teil doch, für das Fach Latein Impulse setzen und das Interesse an dieser Sprache und ihrer Kultur wecken zu können.
Was mein zweites Fach Katholische Religionslehre angeht, so freue ich mich darauf, mit Schülerinnen und Schülern in den Dialog über religiöse Erfahrungen zu treten. Aufgrund meiner Ausbildung und langjährigen Tätigkeit in der kirchlichen Jugendarbeit konnte ich bereits vielfach Erfahrungen sammeln.
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Besonders gefällt mir an meiner Fächerkombination die Möglichkeit, im Lateinunterricht fächerverknüpfend christliche Entwicklung in Europa aufzeigen zu können, so dass Latein und Katholische Religionslehre wie ein Fußpaar von der Antike in das Europa der Gegenwart führen.
Zu meinen Freizeitbeschäftigungen zählen Lesen, Wandern, Fahrradfahren und - last but not least - Motorradfahren.
Andrea Scholz
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