Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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Kaum "Bock" auf Einstein? Physik und Chemie bei Gymnasiasten wenig gefragt

Der Philologenverband Niedersachsen schlägt Alarm: Immer weniger Gymnasiasten belegen Grund- und Leistungskurse in den naturwissenschaftlichen Kernrächern Physik und Chemie. Auch bundesweit belegt Niedersachsen bei der Wahl dieser Fächer einen der hinteren Plätze. "Für die Qualität des Forschungs- und Technologiestandortes Niedersachsen wird dies auf die Dauer nicht ohne Folgen bleiben", kommentierte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Roland Neßler, diesen Tatbestand. Der Absichtserklärung der Kultusministerin, den naturwissenschaftlichen Unterricht zu stärken, müßten nun endlich Taten folgen, meinte Neßler.

 

Der Philologenverband hat festgestellt, daß heute nur noch insgesamt 29 Prozent aller Oberstufenschüler Physik- und 37 Prozent Chemieunterricht erhalten. Dieser Anteil ist in den letzten acht Jahren um mehr als 10 Prozent geschrumpft. Im Ländervergleich ist der Anteil der niedersächsischen Schüler, die in der Kursstufe des Gymnasiums Physik oder Chemie lernen, deutlich geringer als in den meisten anderen Bundesländern. Hier liegen die süd- und ostdeutschen Länder - mit Ausnahme von Brandenburg - mehr oder weniger deutlich vor Niedersachsen.

aus: Gymnasium in Niedersachsen, Juni 1999


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