Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
QuickJump:         Suche:

Besuch des katholischen Religionskurses auf der Weltausstellung (EXPO)

Am 12.09. feierte die EXPO 2000 den "Tag der Weltreligionen". Diesen Tag, den die kath. Religionskurse 8,9 und 10 seit Beginn des neuen Schuljahres ausgiebigst im Unterricht besprochen und diskutiert hatten, wollten wir natürlich nicht verpassen, und so machte sich unser Bus um 8.15 Uhr auf den Weg nach Hannover. Auf dem Programm standen ein gemeinsamer Gang durch die Themenparkhalle 6, "Basic Needs", die Teilnahme an Peter Schumanns "Bread and Puppet Theatre", die Besichtigung des Christus-Pavillons und des Pavillons of Hope sowie der Film "The Choice" und eine Diskussionsrunde auf der Kommunikationsinsel mit Vertretern des "Christlichen Vereins junger Menschen", ebenfalls im "Walfisch".


Ein erster Rundgang
Unsere Begleiter Frau Saul, Frau Grammel und Herr Krzeminski ließen uns aber erst einmal in Gruppen auf eigene Faust das EXPO-Gelände erkunden. Um 11.15 Uhr trafen wir uns dann vor der Themenparkhalle 6 und starteten gemeinsam unseren Rundgang durch die Ausstellung. Verschiedene Projekte zeigen, wie unterschiedlich die Menschen das Wort "Grundbedürfnisse" auslegen und wie sie diese, jeder für sich, befriedigen. Einige Länder haben sich Gegenstände ausgedacht, um diese darzustellen. Töpfe aus aller Welt z.B. zum Zeichen für sauberes Wasser und Lebensbäume aus Bolivien, Mexiko, Indien und Deutschland als Symbol für Lebenschancen.
Ein Symbol des Überflusses
Der Supermarkt "HiLife", in dessen Regalen sich alle möglichen Nahrungsmittel, Spielzeuge und elektrischen Geräte stapeln, auf dessen Boden sich aber andererseits auch riesige Müllberge türmen, steht als Symbol für den Überfluss, in dem wir leben und den wir, zumindest teilweise, der Armut anderer Menschen verdanken. Einen krassen Kontrast zu unserer Lebensweise stellt das weltweite Projekt "Die Kinder von der Müllkippe von Payatas" dar. Diese Gegensätze zeigen uns, wie gut wir es haben, und fordern uns auf, einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht auch mit weniger Mitteln zurecht kommen könnten. Da das Theaterstück von Peter Schumanns Theater ausfiel, gingen wir gleich zu unserem zweiten gemeinsamen Ziel, dem Christus-Pavillon. Ein Kreuzgang führt durch das gesamte Gebäude. Dieser vermittelt einen ganz anderen Eindruck von einer Kirche, als man es gewohnt ist. Seine Glasfenster sind nämlich nicht einfach bunt, sondern sie sind mit Gegenständen von Mensch, Natur und Technik gefüllt, mit Muscheln, Zahnbürsten, Spritzen, Feuerzeugen und vielem mehr - Kirche einmal ganz anders.

 

Wenn man den Kreuzgang entlang geht, kommt man an verschiedenen Kammern vorbei. In der ersten stehen brennende Kerzen als Zeichen des Gebetes, der Verehrung und Hoffnung. Wer möchte, kann eine Kerze dazu stellen. In der nächsten sind Gewänder ausgestellt, die Kirchenmänner im Laufe der Jahrhunderte trugen. Eine andere steht voller Regale, auf denen sich Bibeln in vielen verschiedenen Sprachen stapeln. Geht man weiter, kommt man zu einer Tauschbörse.


Ein Gebot der Christen
Man kann eine Kleinigkeit von sich in eines der Fächer legen und sich dafür etwas anderes aussuchen. Das Tauschen soll ein wichtiges Gebot der Christen verdeutlichen, das Teilen. Schließlich kommt man in einen großen Saal, in dem ein fast 2 m hoher Christus-Torso hängt. Die Bänke laden zum Gebet, zum Zuhören (es gibt auch eine Kanzel) oder einfach zum "Pause machen" ein. Nachdem wir den Christus-Pavillon durchquert hatten, hatten wir bis 16.15 Uhr Freizeit. Viele haben die Afrika-Halle besichtigt und das eine oder andere Schmuckstück ausgesucht. Die meisten von uns legten allerdings erst einmal eine Pause ein, um etwas zu essen und die müden Beine auszuruhen. (Viel geholfen hat das aber auch nicht). Zum verabredeten Zeitpunkt trafen wir uns alle am Pavillon of Hope, den wir 45 min. alleine erkunden durften. Um 17.00 Uhr sahen wir uns den 24- min. Zeichentrickfilm "The Choice" an, eine moderne Fassung des Gleichnisses vom Verlorenen Sohn. Danach nahm ein Mann den Film genauer unter die Lupe und gab uns Bücher, Broschüren und CD-Roms dazu. Anschließend führte er uns zur Kommunikationsinsel, wo uns zwei Mädchen in Empfang nahmen. Nach einer Weile saßen 7 von uns auf der Bühne auf einem Sofa, obwohl erst niemand wollte und die beiden Bälle in die Menge hatten werfen müssen.
Eine lustige Diskussionsrunde
Sie fragten, wo wir herkämen, wie uns die EXPO gefalle und sprachen mit den 7 über Entscheidungen (Choices), den Film allgemein und über Gott. Bei manchen Antworten konnten wir uns vor Lachen kaum einkriegen, es war total lustig. Nach einer Stunde war die Diskussionsrunde zu Ende und wir gingen zurück zum Bus. Auf der Rückfahrt gab es ebenfalls viel zu lachen. Es war ein schöner Tag, und ich finde, jeder sollte die Entscheidung treffen, zur EXPO zu fahren.

Anne Powering Kl. 9 k


zurück Übersicht weiter