Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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Aus der Festschrift des Gymnasiums Osterode zur Einweihung des neuen Schulgebäudes im September 1964.

... Eine neue Phase der Beziehungen ergab sich durch das deutsch-französische Abkommen im Jahre 1962: Osterode fand seine Partnerstadt Armentières. Diese »jumelage« hat eine breitere Basis für Begegnungen geschaffen als je zuvor; an ihr hat die gesamte Bevölkerung Anteil. Beim Besuch der ersten Delegation aus Armentières im Gymnasium sang ein Chor zur Begrüßung »La Ronde« — »Die Runde«. Dieses Liedchen endet mit den beiden Zeilen:
Alors on pourrait faire une ronde autour du monde, si tous les gens du monde voulaient s' donner la main.
Ende Mai 1963 erfolgte auf Einladung beider Städte der Besuch einiger Lehrer des Gymnasiums Osterode in der Partnerstadt. Unvergessen bleibt die Herzlichkeit der Aufnahme durch unsere Kollegen.
Wir nahmen teil am Unterricht, wurden wieder einmal Zeugen der berühmten franzosischen Interpretationskunst. Die Klassik hat auch heute noch ihre zentrale Stellung im »Lycee«. »Aus einer guten Tragödie kann der Politiker mehr lernen als aus der Geschichte«, hat Napoleon gesagt. Unser besonderes Interesse galt dem Deutschunterricht in den Anfangs- und Oberklassen den Lehrbüchern und Texten die zugrunde lagen. Die Sprache ist nun einmal das erste Medium der Verständigung von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk. -
Im September wurde unser Besuch durch fünf Professeurs d'Allemand erwidert.
Auf unserer Fahrt zur Zonengrenze hielten wir Einkehr in der Klosterruine Walkenried, der Statte einer frühen Begegnung; es waren Mönche aus Citeaux, die sie begründet hatten - Walkenried vergängliches Zeichen einer gemeinsamen christlich-abendländischen Kultur die in Gefahr ist. Bewegt schauten unsere Gäste über die Absperrungen und das Niemandsland hinüber nach Osten in das menschenleere Deutschland, das heute schwerer zu erreichen ist, als unser Nachbarland Frankreich.
Leider war der Besuch aus Armentieres nur kurz. Die drei Tage verflogen schnell, und unsere Schüler lernten die Besucher nur flüchtig kennen.
Inzwischen ist ein reger Briefwechsel zwischen den Gymnasien der Partnerstädte in Gang gekommen, und die ersten Besuche der Briefpartner haben schon stattgefunden.
Vielleicht ergibt sich eines Tages die Möglichkeit, daß eine unserer sprachlichen Oberklassen einmal für eine Woche geschlossen nach Armentieres fahren darf um ihrerseits Einblick in das Schulleben dort zu erhalten .-
Der Grundstein zum Bau der deutsch-französischen Verständigung ist gelegt, der Bau kann wachsen.

Studienrätin Matthias

Gäste aus Armentières am Gymnasium Osterode (1963)
2.v.l.:Charlotte Holfert,4.v.l.:Eberhard Zschech,2.v.r.:Dr. Fritz Kämpf,1.v.r.:Erika Matthias

Partnerschulen: Austausch mit Schulen aus Armentières 2002
Partnerschulen: Austausch mit Schulen aus Armentières: Bericht: Begrüßung
Presseschau: 19.02.2002 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 25.02.2002 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 27.02.2002 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 21.04.2002 aus La voix du nord
Partnerschulen: Austausch mit Schulen aus Armentières 2003
Partnerschulen: Fotowettbewerb der Partnerstädte Armentières und Osterode
Presseschau: 01.02.2003 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 11.02.2003 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 14.02.2003 aus dem Harz-Kurier
Mitteilungen 02/2004: Seite 16
Partnerschulen: Austausch mit Schulen aus Armentières 2004
Presseschau: 09.02.2004 aus dem Harz-Kurier
Mitteilungen 01/2005: Seite 28
Partnerschulen: Austausch mit Schulen aus Armentières 2005
Presseschau: 25.02.2005 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 26.01.2005 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 31.01.2005 aus dem Harz-Kurier
Presseschau: 06.05.2005 aus dem Harz-Kurier

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