Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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5. Dezember 2002 aus dem Harz-Kurier
„Nur für Schularchiv einfach zu schade"
Abiturienten stellen sich als Buchautoren vor: Erdkunde-Facharbeiten als Sammelband
OSTERODE (mp/red). Enga- gierte und fachlich offen- sichtlich auch kompetente Schüler: „Welches Gymnasium wünscht sich das nicht? Unter dem Titel „Sozialgeographi- sche Schülerarbeiten, Ostero- de am Harz und Umgebung", wurde jetzt vom Gymnasium Osterode ein Buch heraus- gegeben, das auf Facharbei- ten von Schülerinnen und Schülern des jetzigen Abitur- jahrgangs basiert, erarbeitet, und auf diese Anmerkung legt Oberstudienrat Hans Mittmann wert, vor allem in ihrer Freizeit.

Qualifizierte Facharbeiten
Die Arbeiten waren im Erdkunde-Leistungskurs von je zwei Schülern unter seiner Leitung im Herbst 2001 ent- standen. Vor der Veröffent- lichung hatten die Schüler ihren Arbeiten nach An- regungen und Verbesserungs- vorschlägen des Kursleiters durch Kürzungen, Ergänzun- gen und sprachliche Ände- rungen eine neue Form ge- geben, die inhaltlich aber die alte Facharbeit widerspiegelt.
„Die Qualität einiger von ihnen
waren so gut, dass sie nicht im Schularchiv verschwinden soll- ten", erklärt Mittmann. In die- sem Werk, das insgesamt 170 Seiten umfasst, werden nun neun der achtzehn Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Themen bezie- hen sich alle auf die Stadt Osterode und ihre unmittel- bare Umgebung. Sie befassen sich mit Innenstadtbereichen wie dem Rollberg, der Verän- derung und Bedeutung der „Rinne-Passage", dem Ein- zugsbereich und Käuferver- halten eines innerstädtischen Supermarktes, der Verände- rung von Lagekriterien und der Nutzung des Grundstücks, auf dem heute das Einkaufs- zentrum Dreilinden steht. Eine weitere Arbeit über die Stadt kommt eher einer sozio- logischen Vergleichsstudie der Bewohner älterer und jüngerer Straßenzüge am Röddenberg nahe.
Auch der dörfliche Struktur- wandel von Hörden und Badenhausen wird untersucht, nicht zuletzt mit Bezug auf Veränderungen, die durch die Stadt Osterode bedingt wurden. Eine weitere Arbeit widmet sich der Grafenquelle in Förste und ihrer wirtschaft-
lichen Nutzung. Ein anderer Bei- trag befasst sich mit den forst- lichen Planungen und Verän- derungen nach den Sturm- schäden vom Sommer 1997.

Freizeit investiert
Vor den Erfolg hat der Herr bekanntlich den Schweiß gesetzt, und so galt es im Vorfeld kräftig zu recherchieren, umfangreiche Zählungen und Befragungen, waren notwendig, an denen alle 20 Kursteilnehmer beteiligt waren. Mittmann: „Der Umfang der Werke und die in sie investierte Arbeit wird dadurch deutlich, dass fast 9000 Personen gezählt, 2600 mit Fragebögen erfasst und darüber hinaus weitere Gespräche und Befragungen durchgeführt wurden. Die Verfasser mussten alle diese Daten auswerten".
Auch vom organisatorischen Standpunkt her sei die Veröffentlichung mit großem Aufwand verbunden gewesen. Schulleitung und Förderverein habe man schließlich für den Gedanken gewinnen können, Vervielfältigungsgenehmigungen wurden eingeholt, Veröffentlich- ungsrechte geprüft und Werbung betrieben. Nicht zuletzt musste
Waren mit großem Enga- gement dabei: die Schüler des jetzigen Abiturjahrgangs zu- sammen mit Lehrer Mitt- mann.
FOTO: MICHAEL PAETZOLD


die Finanzierung gewährleistet werden, die man teilweise über Sponsoring sicherstellte. Autorinnen und Autoren, der Kursleiter und weitere Kursmitglieder arbeiteten monatelang außerhalb des Unterrichts an dem Buch, engagiert unterstützt durch Mitarbeiter der Schule, und das Mitarbeiterteam der zuständigen Druckerei.
Nun hoffen alle Beteiligten, dass die Veröffentlichung Anklang bei Lehrern, Schülern und in der Osteroder Öffentlichkeit findet: „Das wäre ein schöner Lohn für das gesamte Mitarbeiterteam ", versichert der Kursleiter.
Das Buch kann im Sekretariat des Gymnasiums, in den Filialen der Stadtsparkassen, in der Geschäftsstelle des Heimat- und Geschichtsvereins (Altes Rathaus) und im Museum am Rollberg erworben werden.





Heute Aufführung mit der Theater AG des Gymnasiums
OSTERODE (mp). Zur Aufführung des Stücks „The War between the Classes" lädt die Englisch Theater AG des Gymnasiums Oste" rode heute in die Stadthalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Die Geschichte, der sich die Theater AG „Thunder and Lightning" angenommen hat, basiert auf einem Schulversuch, der in den USA stattgefunden hat. Dabei machte ein Lehrerin den Schülern deutlich, welche Schranken durch die Zugehörigkeit der Kinder zu einzelnen Schichten, Rassen oder durch ihre Herkunft den Kindern auferlegt werden. Deswegen versuchte sie, die Chancen neu zu mischen. Die Gechichte zeigt, in welch unterschiedlicher Weise die Jugendlichen mit dieser Situation umgehen. Eingeflochten ist die Liebesgeschichte eines japa- nischen Einwanderermädchens und eines reichen Amerikaners. Für die Aufführung wird ein Kostenbeitrag erhoben. Karten gibt es in der Osteroder Stadthalle und im Gymnasium Osterode.


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