| Fast drei Schülergenerationen mitbegleitet Oberstudiendirektor Reinhard Krömer wird morgen am Osteroder Gymnasium verabschiedet |
OSTERODE
(red). Fast 22 Jahre, vom 4. November 1981 bis zum 31. Juli 2003, war Ober-Studiendirektor Reinhard Krömer Leiter des Gymnasi- ums Osterode: Dieser Zeitraum entspricht nahezu drei Schü- lergenerationen, wenn man von dem noch üblichen sie- benjährigen Durchgang eines Schülers auf dem Gymnasium ausgeht.
Krömer wurde am 4. Oktober 1940 in Bückeburg geboren. In diesem am Rande des We- serberglands gelegenen Städt- chen vollzog sich seine ge- samte schulische Laufbahn. 1951 kam er als Zehnjähriger in den Jahrgang 5 des Gymnasiums Adolfinum. Hier legte er 1960 sein Abitur ab. Während seiner Schulzeit war er unter anderem als Grup- penleiter der „Evangelischen Jungenschaft" aktiv, in der er die Verantwortung für jüngere Schüler bei Reisen übernahm. Im Rahmen einer Fahrt im Sommer 1958 ging es nach Goslar, wo er als 17-Jähriger zum ersten Mal Kontakt mit der Stadt Osterode hatte. Im Sommer 1961 nahm Krö- mer nach seiner Bundeswehr- zeit sein Studium in Tübingen auf. Er hatte sich um einen Studienplatz am Leibniz- |
Kolleg beworben, um das ein- jährige „Studium Generale" zu absolvieren, blieb aber
noch zwei weitere Semester in
Tü- bingen, um sich dem Studium seiner späteren Unterrichts- fächer Deutsch und Geschich- te zu widmen.
Am Ende des vierten Semesters immatrikulierte er an der Universität Göttingen. Im 12. Semester, im Januar 1967. bestand er in Göttingen dann sein l. Staatsexamen. Am l. August 1968 kam Reinhard Krömer als junger Assessor an das Gymnasium Bremervörde. Weitere drei Jahre später erfolgte die Versetzung in den Landkreis Hannover. Reinhard Krömer übernahm den Unterricht in Deutsch und Geschichte am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden. In Gehrden hat Krömer Freundschaften ge- schlossen, die noch heute andauern. Um eine Anstellung am Gymnasium III in Hameln zu erhalten musste Krömer sich verpflichten, im Schuljahr 1973/1974 sein halbes Stundendeputat weiter in Gehrden wahrzunehmen, wo er zwischenzeitlich zum Studienrat ernannt worden war. Die junge Familie (Heirat |
1967) mit
der im Mai 1973 geborenen
Tochter Katrin verlegte ihren Wohnsitz bereits nach Hameln. Am Albert-Einstein-
Gymnasium wurde Krömer
zunächst Personalrats- vorsitzender; dann im Jahre 1976
Vertreter des Schul- leiters. In
diese Zeit fiel auch sein Eintritt in die FDP.
Arbeitete 22 Jahren am Osteroder
Gymnasium: Reinhard Krömer
FOTO: RED
Am 4. November 1981 übernahm Krömer als Ober- studiendirektor die Leitung des Gymnasiums Osterode. Der Übergang vom Albert-Einstein-Gymnasium Hameln zum Gymnasium Osterode gestalte- |
te sich als nicht ganz einfach für ihn.
Am Gymnasium Osterode war
in den achtziger Jahren eine
einheitliche schulpolitische
Linie weniger zu erkennen:
Krömer vertrat die Ansicht,
dass der Schule nicht zu viele
Aufgaben aufgedrängt werden dürften. Die Schule habe
sich auf ihr „Kemgeschäft",
wie er es formulierte, nämlich
den Unterricht, zu beschränken.
Was sind nun seine zukünf- tigen Vorstellungen und Pläne? „Wandern, Lesen, Reisen", war die spontane Antwort. „Ich möchte im kommenden Wintersemester an der Universität Göttingen Vorlesungen belegen, die mich interessieren", so Krömer weiter. Da Krömer aktives Mitglied der FDP und der Freimaurerloge „Zum Tempel der" Eintracht" in Osterode ist, deren Leitung er als „Meister vom Stuhl" vier Jahre lang übernommen hat- te; er sich darüber hinaus im „Heimat- und Geschichtsverein Osterode" engagiert, sei es mit Vorträgen oder mit der Durchführung von Fahrten zu besonderen Ausstellungen, sind die „postschulischen" Tätigkeitsfelder bereits zum größten Teil vorgegeben. |




Arbeitete 22 Jahren am Osteroder
Gymnasium: Reinhard Krömer
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