Schulelternrat des Gymnasiums lädt ein zur Vollversammlung in der Stadthalle |
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OSTERODE (mp). Irgendwer wird bei der Schulstrukturre- form in Osterode vermutlich als Verlierer dastehen: So zumindest ist nach dem derzeitigen Stand der Dinge anzunehmen.
Dass das eigentlich nicht so sein dürfte und müsste, machte jetzt der Vorstand vom Schulelternrat des Osteroder Gymnasiums in einem Pressegespräch deut- lich. Er wendete sich gegen die bisher formulierten Pla- nungen, von denen außer dem Gymnasium, die Haupt- schulen Dreilinden und |
Die Elternvertreter Harald Freye, Raymond Rordorf, Helmut Breunig und Susanne Didrigkeit-Kunze. (von links) FOTO: MICHAEL PAETZOLD
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Neustädter Tor und die Realschule Röddenberg be- troffen sein werden.
Keinesfalls, so Vorsitzender Raymond Rordorf, werde das Gymnasium eine Außenstel- le Röddenberg akzeptieren. Andererseits wolle man trotz der aktuellen Diskussion auch nicht die Hauptschule Neustädter Tor verdrängen. Was gibt es für Modelle, wie könnten Lösungsvorschläge aussehen, wie sollte man die |
Übergangszeiten gestalten,
bis fundierte Zahlen über die
Schülerbewegung in drei bis
fünf Jahren vorliegen? Solche
Fragen werden am Donners-
tag, 4. Dezember, um 19.30
Uhr in der Stadthalle Ostero-
de im Rahmen einer Diskussi-
onsveranstaltung erörtert, zu
der der Schulelternrat des
Gymnasiums alle einlädt, die
von der Umsetzung der Re-
form betroffen sind, „In die-
sem weiten Spannungsbogen
|
verschiedener Interessen wol-
len wird informieren und dis-
kutieren und damit unsere ge-
meinsamen Aktivitäten bis
zur Entscheidung im Kreistag
vorbereiten", so Raymond
Rordorf.
Die Situation für das Gym- nasium, das nach dem Wegfall der OS mit einem starken An- stieg der Schülerzahlen rech- net, wie für alle anderen Schulformen dürfe sich nicht verschlechtern. Wichtig für das |
Gymnasium sei es, eine
ortsnahe, intelligente Über-
gangslösung zu finden. Diese
könnte beispielsweise in einer
Teilnutzung der Hauptschule
Neustädter Tor, von Räum-
lichkeiten der Schachtrupp-
Villa und der Errichtung von
Schulcontainern bestehen.
Ansonsten würde für das Gymnasium frühestens die Abschaffung des 13. Jahr- gangs in etwa acht Jahren et- was Entlastung bringen. |
Aus der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule und Sport der Stadt Osterode |
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OSTERODE (ca). Großer An-
drang herrschte am Montag
bei der öffentlichen Sitzung
des „Ausschusses für Jugend,
Schule und Sport" im Rats-
saal der Stadt Osterode unter
Vorsitz von Karl-Heinz Haus-
mann. Stand doch diesmal die
Fortschreibung des Schul- entwicklungsplanes auf der Tagesordnung.
Nach kurzer Vorstellung des Konzeptes des Landkreises durch Stadtdirektor Enno Mönnich stellte er einen eigenen Vorschlag der Stadtverwaltung zur Diskus- sion: Der vorläufige Plan des Landkreises als Schulträger beinhalte eine Zusammenle- gung der Hauptschulen (HS) „Neustädter Tor" und „Drei- linden" am Standort Neustädter Tor, außerdem die Deckung des zusätzlichen Platzbedarfs von Gymnasium und Realschule durch die Räumlichkeiten der OS Röddenberg und schließlich eine Beschulung der Lasfelder Haupt- und Realschüler in Badenhausen. Im Gegensatz dazu empfehle Mönnich eine Zusammenlegung der beiden HS „zweckmäßigerweise" am Schulstandort Dreilinden, der nach |
Auskunft des Landkreises
mindestens siebzehn Klassen-
räume zur Verfügung stellen
könne. Sollte dennoch Zu-
satzbedarf bestehen, könne
dieser seiner Meinung nach
auch noch am Neustädter Tor
gedeckt werden, was den Vor-
teil habe, die Schüler aus Las-
felde weiterhin in der Stadt
Osterode beschulen zu kön-
nen. Desweiteren sollten dem
Gymnasium fehlende Klas-
senräume am Standort Neu-
städter Tor zur Verfügung ge-
stellt werden und die Real-
schule Zusatzraum an der 0^>
Röddenberg erhalten.
Mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung zeigte sich die CDU-Fraktion im Aus- schuss in Übereinstimmung, während die SPD-Gruppe be- züglich des Hauptstandortes einer zusammengelegten HS anderer Meinung ist: Der solle nämlich dauerhaft am Neu- städter Tor sein. Zugleich for- derte Peter Wendlandt in den zuständigen Gremien die nochmalige Prüfung einer weiteren Möglichkeit der standortnahen Raumer- schließung für das Gymnasi- um. Das Ratsmitglied Ray- mond Rordorf bemängelte |
den Plan des Landkreises als
zu „technokratisch", befand
jedoch beide Vorschläge, den
der Stadtverwaltung und „die
Variationen" der SPD-Frakti-
on, für gut.
Damit werde nun das Pla- nungs-Paket nochmals aufge- schnürt, sagte er, wobei er ei- ne Miteinbeziehung der Drei- lindener Grundschule und der Wartbergschule in die Um- strukturierungspläne emp- fahl. Zusätzlich appellierte Rordorf an den Landkreis, verschiedene Alternativmo- delle, komplett und durchge- rechnet, zwecks besseren Ver- gleichs nochmals vorzulegen. Lebhafte Diskussion In der weiteren Diskussion im Ausschuss wurde deutlich, dass man „doch ein bisschen noch im Trüben fischt", so der Vorsitzende Hausmann, im Hinblick auf die Entwicklung der Schülerzahlen und die künftige Anwahl der einzel- nen Schulformen. Während es in der Ausschusssitzung be- züglich der meisten Umstruk- turierungsmaßnahmen zu ei- nem allgemeinen Konsens kam, konnten sich die Mit- |
glieder in der Frage des
Hauptstandortes einer zu-
sammengefassten Hauptschu-
le nicht einigen.
Die anschließende Abstim- mung im Ausschuss erbrachte folgendes Ergebnis: Die Haupt- und Realschüler aus Lasfelde sollen weiterhin in Osterode beschult werden, der zusätzliche Platzbedarf des Gymnasiums wird am Standort Neustädter Tor ge- deckt und der der Realschule an der OS Röddenberg. Die HS „Neustädter Tor" und „Dreilinden" werden zusam- mengefasst mit Hauptstand- ort am Neustädter Tor und langfristig sollen alle Schul- formen einen ungeteilten Standort erhalten. In der an die Ausschusssit- zung folgenden Bürgerfrage- stunde wurde eine Diskussi- onsrunde mit Vertretern aller Schulformen angeregt, die sich mit dem Landkreis als Schulträger in Verbindung setzen könne, da eine endgül- tige Entscheidung im Kreis- tag, unter Einbeziehung der Stellungnahme des Stadtra- tes, erst für Anfang März kommenden Jahres erwartet werde. |
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