Rat der Stadt Osterode diskutierte Verwaltungsvorlage zum Schulentwicklungsplan vor vielen Zuhörern |
||||
OSTERODE (mp). „Lie- bes Mitglied im Ostero-
der Stadtrat:
Wir sind 20 Schülerinnen und
Schü-
ler und seit dem 21. August 2003 an der HS Neustädter Tor. Uns gefällt es sehr
gut an dieser Schule, sie liegt
im Innenstadtbereich und ist
schnell zu er-
reichen", plädierten die Schüler für den
Standorterhalt der HS Neustädter Tor in einem Schreiben einleitend, dessen Kopien
sie den Ratsmitgliedern vor
der Sitzung am Donnerstag-
nachmittg in die Hände
drückten. Dazu gab es entsprechend der Weih-
nachtszeit
je eine Tüte Nüsse.
Dass das auf die Tages- ordnung gesetzte The- ma „Schulentwicklungs- plan" derzeit die Gemü- ter bewegt, zeigte allein die selten große Zahl an Zuhörern, Jugend- liche, Lehrer und Eltern- vertreter verschiedener Schulen. Die Span- nung, welche Empfeh- lung der Stadtrat zur Standortfrage in Rich- tung Kreistag abgeben würde, war greifbar. „Mit der Änderung des Schulgesetzes muss der Schulentwicklungsplan fortgeschrieben werden, mit nicht unerheblichen Folgen", leitete Stadt- direktor Enno Mönnich den wichtigsten Tages- ordnungspunkt ein und stellte den Verwaltungs- |
vorschlag vor, nach dem
die Haupt- und Real-
schüler aus Lasfelde
weiterhin in der Stadt
Osterode beschult wer-
den, die der Realschule fehlenden Räume in
der Schule Am Röddenberg,
die dem Gymnasium fehlenden Räume in der heutigen
Hauptschule Neustädter Tor
zu Verfügung gestellt werden
sollen. Die Hauptschulen
Neu-
städter Tor und Dreilin-
den werden demnach zu einer
Hauptschule in Dreilinden
zusammen-
gefasst.
Ziel der Umstrukturie- rungen müsse es sein, dass jede Schulform ei- nen einheitlichen Standort erhält, ver- deutlichte Peter Wend- landt (SPD), seine Frak- tion sei nicht verant- wortlich für die über- stürzten Entscheidun- gen im Rahmen der Reform. Er sprach sich für den Erhalt des Hauptschulstandorts Neustädter Tor aus. Hier werde gute Arbeit ge- leistet, die Integration ausländischer Schüler sei erfolgreich. „Die Schule steht dort, wo die Kinder herkommen: in der Innenstadt", so Wendlandt. Auch Jochen Freck- mann (CDU) kritisierte grundsätzlich die Aus- |
senstellenlösungen. Strittig sei für die CDU
nur die Standortfrage der
Hauptschulen, in der Freckmann der Ver-
waltungsvorlage
folgte. „Es ist egal, wo man
gute pädagogische Arbeit leistet", sagte er.
Überrascht wurden alle Anwesenden von der brandneuen Informa- tion, dass man nach einer Begehung im Gymnasium dort mög- licherweise neue Raum- kapazitäten schaffen kann. Bei Abstrichen in der bisherigen Nutzung und nach umfangrei- chen Umbaumaßnah- men im Kellergeschoss des Gymnasialgebäu- des rechnet Elternrats- vorsitzender Raymond Rordorf (Grüne) mit fünf bis sechs Räumen (Kursräume), wenndie Bauaufsicht des Land- kreises grünes Licht gibt. Weiterer Bedarf könnte in der Schacht- rupp-Villa, in der BBS I oder durch eine Con- tainerlösung gedeckt werden. Er riet dazu, sich in einer Empfehlung zu diesem Zeitpunkt noch nicht festzulegen. „Wir wollen eine Schule möglichst ohne Außenstellen", betonte er. Der FWG-Ratsherr Dr. Wolfgang Wegener räumte mit einem in der Bevölkerung vor- herrschenden „Missver- ständnis" auf, die Stadt |
gestalte die Landschaft der weiterführenden Schulen. Die
Stadt kön-
ne lediglich eine
Stel-
lungnahme zum Ent-
wurf
des Landkreises abgeben, der
Schulent-
wicklungsplan werde im Frühjahr vom Kreistag
beschlossen. Als wenig fundiert bezeichnete er weite Teile der Verwaltungsvorlage, für
detaillierte Planungen fehlten
der Stadt die Fakten. Wegener
lehnte es ab, „bei einer derart
dürftigen Faktengrund-
lage
einen derart kon-
kreten Vorschlag" zu machen und enthielt sich bei der Abstim-
mung
aller Punkte.
„Wir können doch als Stadt nicht sagen, der Kreis wird es schon machen", reagierte der Stadtdirektor. Im Rah- men des Anhörungsver- fahrens dürfe man zurecht fragen, was der Landkeis vorhat: „Wir müssen doch nicht strammstehen". Gegen die Stimmen der CDU fand dann der Ände- rungsantrag der SPD eine Mehrheit, der in den Punkten eins und zwei der Verwaltungs- vorlage folgte. Abwei- chend die Formulierung dann aber in Punkt drei, wonach das Gymna- sium ohne Außenstelle betrieben werden soll |
und die dem Gymna-
sium fehlenden Räume „beispielsweise" in der Neustädter Torschule zur Verfügung gestellt werden. Der entschei-
dende Unterschied zur Vorlage
betraf den künftigen
Hauptschul-
standort. Beide
Haupt-
schulen sollen am Neustädter Tor zusam-
mengefasst
werden. Dafür hatte sich
schon zuvor der Verwaltungs-
ausschuss mehrheitlich ausgesprochen.
Die Zustimmung der Ratsherren fand ferner der Grundsatzbeschluss, die am Ende eines Haushalts vorhandenen Ortsratsmittel der Ort- schaften Lasfelde, För- ste, Freiheit, Schwie- gershausen, Dorste und Lerbach im darauffol- genden Jahr nicht nachzuveranschlagen. Die Ortsräte werden aufgefordert, aus ihren Ortsratsmitteln zu finan- zierende investive Maßnahmen so frühzei- tig zu beschließen, dass sie im Nachtrag des laufenden Jahres ver- anschlagt werden kön- nen, „damit kein De- zemberfieber" ausbre- chen kann, so der Stadtdirektor. Ortsbür- germeister Hellmut Kamper formulierte die Bitte an die Verwal- tung, künftig die Be- schlüsse der Ortsräte zur Verwendung der Mittel schnell zu behandeln. |
(mp). Voller Elan haben
Schülerinnen und Schüler
der Klasse 9 k des Gymnasiums Osterode im Rahmen
des evangelischen Religonsunter-
richts für Mitschüler
und Lehrer einen Kuchenbasar organisiert. Den Themen-
komplex „Arm und
Reich" hatte man behandelt
und auch Möglichkeiten der
Armenhilfe erörtert. Das Resultat des Basars kann sich
sehen lassen, die vielen Besucher futterten offensicht-
lich ordentlich. Es kamen
190 Euro zusammen, die der
Hilfsorganisation „Ärzte
Ohne Grenzen" gutgeschrieben wurden.
Demonstriert wurde hier christliche Nächstenliebe in praktische Anwendung. Die Aktion wird sicher auch allen Beteiligten in guter Erin- nerung bleiben. |
Verwandte Themen:
- Mitteilungen 02/2003: Seite 19
- Mitteilungen 02/2004: Seite 50
- Mitteilungen 02/2004: Seite 51
- Mitteilungen 02/2004: Seite 61
- Presseschau: 06.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 10.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 25.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 31.10.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 06.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 27.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 08.12.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 09.12.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 12.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 16.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 17.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 18.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 22.06.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 10.07.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.08.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.12.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 06.09.2005 aus dem Harz-Kurier
- Mitteilungen 02/2003: Seite 19
- Mitteilungen 02/2004: Seite 50
- Mitteilungen 02/2004: Seite 51
- Mitteilungen 02/2004: Seite 61
- Presseschau: 06.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 10.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 25.09.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 31.10.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 06.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 27.11.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 08.12.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 09.12.2003 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 12.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 16.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 17.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 18.02.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 22.06.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 10.07.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.08.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 14.12.2004 aus dem Harz-Kurier
- Presseschau: 06.09.2005 aus dem Harz-Kurier



