Im Januar 1974 verstarb Kunsterzieher und Heimatforscher Karl Grönig |
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OSTERODE (Als Karl Grönig am 20. Januar 1974 verstarb,berührte sein Tod viele Menschen in der näheren und weiteren Umgebung. Sie schätzten den Kunsterzieher, der ab 1924 dreißig Jahre lang die Schülerinnen und Schüler des Reform-Realgymnasium, aus dem später die Oberschule und dann das Gymnasium hervorging, unterrichtete. Er hatte ihnen Einblicke in die Welt der künstlerischen Darstellung ermöglicht und sie zu eigener Entwicklung an- geregt.
Schriften weit verbreitet |
Federzeichnung: Blick auf die alte Burg von der Sösebrücke aus (heute Armentieres-Brücke). FOTO: RED
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Viele gelten heute als Samm- lerstücke. Über diese Tätigkeits- bereiche hinaus baute er ab 1934 das Museum im Ritter- haus auf. Maßgeblich beteiligt war er am Gelingen der 800-Jahrfeier im Jahre 1952. Zu sei- nem 75. Geburtstag wurde Karl Grönig die Stadtverdienstme- daille verliehen.
Als Sohn eines Dach- und Schieferdeckermei- sters kam Karl Grönig am 29. Januar 1889 in Osterode zur Welt. Er wuchs als Einzelkind auf, denn seine Geschwister waren früh verstorben. Da der
Karl Grönig FOTO:RED
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Tod seinen Vater ereilte, als Karl Grönig fünf Jahre alt war, ließen die familiären Verhält- nisse später die Verwirkli- chung seines Wunsches nicht zu, als freischaffender Künst- ler arbeiten zu können. Er ab- solvierte eine Ausbildung zum Lehrer und war danach fünf Jahre in Neuhof bei Lam- springe tätig. Dann nahm er am l. Weltkrieg teil, in dem er schwere Verwundungen erlitt.
Ab 1919 besuchte Karl Grönig die „Hochschule für bildende Künste" in Berlin, die er mit der Akademischen Zei- chenlehrerprüfung abschloß. Sie befähigte ihn zum Lehr- amt für Kunsterziehung. Da- nach war er an der Evangeli- schen Knabenmittelschule in Hildesheim tätig. Ab 1924 wirkte er in Osterode. 1930/1931, vom Schuldienst freigestellt, unterrichtete er als Gastlehrer Kunstgeschichte an der Werklehrerausbildungsan- stalt in Hildesheim und absolvierte gleichzeitig drei Handwerkslehrgänge. Er bestand die Prüfungen als Kunstschmied, Buchbinder und |
Kunsttischler. Karl Grönig führ- te danach an seiner Schule in Osterode den Handfertigkeits- unterricht ein. 1944 zum Stu- dienrat ernannt, gab er neben seiner Berufstätigkeit Jungleh- rern eine gründliche metho- disch-praktische Einführung in den neuzeitlichen Zeichenun- terricht an Volksschulen.
Bildender Künstler |
Osterode dem Aufbau des Museums im Ritterhaus, wofür er zeitweise sogar vom Schuldienst freigestellt wur- de. Jahrelang war er der eh- renamtliche Leiter. Er gelang ihm, ab 1935 der Osteroder Truhe zu Ansehen zu verhel- fen, die vielen Handwerkern Arbeit bot. Auch durch Vor- träge und Veröffentlichungen - darunter solche über Tilman Riemenschneider - blieb er in lebhafter Erinnerung. Begeg- nungen mit Künstlern wie Wilhelm Busch, Fritz Mackensen und Karl Reinecke/Altenau hielt er schriftlich fest. Letzterer gehörte in jungen Jahren zu seinen Lehrern. Karl Grönig kannte viele Länder Europas und interessierte sich für fremde Kulturen. Aber immer blieb Osterode das Zentrum seines Wirkens.
Der Heimat- und Geschichtsverein plant für sein Gründungs- und späteres Ehrenmitglied im Laufe des Jubiläumsjahres 2004 einen Osteroder Abend. Ingrid Kreckmann |
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Karl Grönig FOTO:RED