Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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12. Februar 2004 aus dem Harz-Kurier

Die Position der Hauptschulen stärken
Der Kreisschulausschuss spricht sich für den Standort Neustädter Tor aus
KREIS OSTERODE (ca). Der Kreisschulausschuss tagte in einer öffentlichen Sitzung un- ter Vorsitz von Regina Seerin- ger im Forum der „Berufsbil- denden Schulen" an der Lee- ge. Das. öffentliche Interesse war groß: Viele Schüler, El- tern und Lehrer waren ge- kommen, um sich über den Stand der Planungen bezüg- lich der Schulstandorte vor dem endgültigen Entscheid durch den Kreistag am 16.Fe- bruar 2004 zu informieren.

Harter Interessenskonflikt
Landrat Bernhard Reuter machte gleich zu Anfang deutlich, dass der Interessen- konflikt bei der Umsetzung der Schulstrukturreform „ein harter" sei und im wesentli- chen die Kreisstadt Osterode beträfe. Er sei „nicht lösbar nach dem Motto: allen wohl und niemandem wehe". Bei der Erarbeitung der Entschei- dungsvorlage für Kreistag und Ausschuss durch die Ver- waltung habe die Qualität der jeweiligen Schule, so betonte
er, keine Rolle gespielt, weil dies zu beurteilen nicht ihre Aufgabe als Schulträger sei. Diese Vorlage beinhalte, so Reuter, in sehr detaillierter Form sechs Varianten mit al- len Vor- und Nachteilen, in welche auch alle Anregungen und Stellungnahmen aus dem Beteiligungsverfahren mit eingeflossen seien. „Ganz außerordentlich wichtig" sei- ner Meinung nach sei die Stärkung der Hauptschule als Schulform, um dem „Trend zur Restschule" entgegenzu- wirken.
Aus diesem Grunde schätze er eine Außenstelle für diesen Schultyp als besonders ungünstig ein. Insgesamt ge- sehen seien Außenstellen je- doch aus Kostengründen un- vermeidbar. Wichtig sei eben- so, die Investitions- und Fol- gekosten „im Rahmen" zu halten, sowie insgesamt eine flexible Lösung zu finden, um in den nächsten Jahren auf sich verändernde Schüler- ströme reagieren zu können. Dabei' entspräche die „Vari- ante l" nach seiner Auffas-
sung am ehesten den von ihm vorgebrachten Kriterien. Die- se Vorschlagsvariante bein- haltet: alleinige Hauptschule (HS) am Standort Neustädter Tor und Aufhebung der HS Dreilinden, Gymnasium Osterode nach internen Um- baumaßnahmen mit kleiner Außenstelle am Röddenberg, Realschule Osterode neben Nutzung des Pavillons mit Außenstelle in ehemaliger OS Röddenberg, Beschulung der LaPeKa-Schüler weiterhin in Osterode.

Kontroverse Diskussion
Nach Stellungnahme der Kreistagsfraktionen und der „hinzuberufenen Mitglieder" wurde das Konzept der Ver- waltung zur Umsetzung der Schulstrukturreform vom Schulausschuss bei einer Ent- haltung angenommen. Zu- sätzlich einstimmig verab- schiedet wurden als Beschlussvorschläge für den Kreistag die Aufhebung der HS Dreilinden, eine Ände- rung von verbindlichen
Schulbezirken sowie Anträge der KG Bad Lauterberg und HS Neustädter Tor auf Ein- richtung einer Ganztagsschu- le. Eine kontroverse Diskussi- on ergab die Neufassung der Satzung über die Schülerbe- förderung im Landkreis, die eine Heraufsetzung der der- zeit gültigen Schulwegminde- stentfemungen auf 3,5 Kilo- meter für die Schuljahrgänge 5 bis 10 beinhaltet, um eine Kostensenkung zu erreichen.
Der Beschlussvorschlag wurde schließlich angenom- men, nachdem zwei Anträge von Raymond Rordorf auf ei- ne Ausweitung der Mindest- entfemung auf nur drei Kilo- meter vom Ausschuss abge- lehnt worden waren. In der abschließenden Einwohner- fragestunde äußerte ein Leh- rer der HS Dreilinden die Sor- ge um den Verbleib des teil- weise hochwertigen Schulin- ventars. Landrat Reuter konnte dabei eine Weiterver- Wendung mit Vorrechten sei- tens der HS .Neustädter Tor zusichern.




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