Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
QuickJump:         Suche:

18. Februar 2004 aus dem Harz-Kurier
Eine Schule hat ausgedient
Kreistagsentscheidimg für die Hauptschule am Neustädter Tor - Trauer in Dreilinden
KREIS OSTERODE (cap). Der Rektor trug schwarz und hinterließ eine Trauerkarte, die Schüler zeigten Trans-parente, die Eltern Betrof-fenheit. Aber der Kreistag hatte eine Entscheidung zu treffen und in der vom Ge-setzgeber geforderten Schul-strukturreform bleibt in der Kreisstadt nur eine Haupt-schule übrig. Das wird die Hauptschule am Neustädter Tor sein, die dann auch die Schüler aus Dreilinden aufnimmt.
Wie Landrat Bernhard Reu-ter am Montag im Kreistag berichtete, hat sich die El-ternbefragung mit den ange-stellten Prognosen nahezu gedeckt. Danach streben 31 Prozent der in Frage kom-menden Schüler das Gym
Schüler der Hauptschule Dreilinden zeigten in der Kreistagssitzung am Montag Flagge. Der Kreistag anerkannte das große Engagement für die Erhaltung der Schule, musste sich aber gegen die Schule entscheiden. FOTO: CAP
nasium, 46 Prozent die Realschule und 23 Prozent die Hauptschule an. Für die Hauptschule Neustädter Tor spreche die zentrale Lage und Nähe zu den berufs-
bildenden Schulen, begrün-dete Manfred Thoms die Zu-stimmung der SPD-Frak-tion. Dort könne auch auf Dauer die Zweizügigkeit durch die Verstärkung der Schüler-
zahlen erhalten werden und hier gebe es schon seit Jah-ren die 10. Klassen. Die Zu-stimmung galt auch der Real-schule am Röddenberg, die auch in Pavillons unterrichtet
und die freiwerdenden Räume der Orientierungsstufe mit nut-zen kann. Dasselbe gilt das Osteroder Gymnasium, das zu-sätzlichen Raumbedarf in der OS Röddenberg nutzen muss.


Von „pädagogisch schlecht" bis „zumutbar"
Sicht der Kreistagsabeeordneten auf die Außenstelle des Osteroder Gymnasiums
KREIS OSTERODE (cap).In der Diskussion um den kün-ftigen Raumbedarf, den das Osteroder Gymnasium in der freiwerdenden Orientierungs-stufe am Röddenberg decken soll, meinte der CDU-Frak-tionsvorsitzende Frank See-ringer im Kreistag, das sei aus pädagogischer Sicht schlecht. Er fügte der Zustimmung seiner Fraktion noch den Hinweis hinzu, „möglichst in der Nähe" des Gymnasiums nach zusätzlichen Unterrichts-räumen zu suchen. Der grüne Abgeordnete Raymond Ror-dorf nannte die Entscheidung „auf gezwungen"
und „unter Zeitdruck entstan-den". FDP-Abgeordneter Her-mann Seifert sprach von einer „sachgerechten Entscheidung" und meinte, die heute gefor-derte „Mobilität und Flexi-bilität" müsse auch dem Gym-nasium zuzumuten sein. FWG-Abgeordneter Dr. Wolf-gang Wegener wunderte sich über im Gymnasium Osterode aufgedeckte „Raumreserven", von denen auch der Kreis-tagsvorsitzende Manfred Thoms gesprochen hatte. Danach benötigt das Gymna- sium in der OS höchstens vier Räume und das nur für die Zeit, bis die 13. Klassen ent-
fallen. Für die Mehrheit im Kreistag war das „zumutbar".

KGS wird Gesamtschule
Zu der vom Kreistag am Mon-tag beschlossenen Fortschrei-bung der Schulentwicklungs-planung zählt auch das Ein-vernehmen mit dem Antrag der KGS Bad Lauterberg auf Umwandlung in eine Ganz-tagsschule zum l. August 2004. An diesem Ganztags-betrieb werden die Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 teil-nehmen. Die dafür erforder-lichen Haushaltsmittel stellt der Kreis zur Verfügung.
Der Hauptschule Badenhau-sen wird dagegen eine 10. Klasse versagt, weil die künftigen Schülerzahlen dafür nicht ausreichen. Keine Be-denken gibt es gegen die Änderung der Schuleinzugs-bereiche. So wird der Ein-zugsbereich der Lutterberg-schule - Schule für Lemhilfe - auf die gesamte Stadt Herz-berg ausgedehnt. Der zu-sätzlich Raumbedarf an der Haupt-und Realschule Hattorf durch die Aufnahme der 5. und 6. Klassen soll durch eine Außenstelle in der ehe-maligen OS Wulften ausge-glichen werden.




Übersicht