Verabschiedung der Abiturienten
OSTERODE (mp). Zur Verab- schiedung der Abiturientinnen und Abiturienten lädt das Gymnasium am Freitag, 25. Juni, um 10 Uhr in die Stadt- halle ein. Ein buntes Rahmen- programm ist vorgesehen.
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Schulen beklagen großen Verwaltungsaufwand
Bildungspolitisches Gespräch der CDU: Informationen über Probleme mit Schulstrukturreform
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OSTERODE (ff). Auflösung der Orientierungsstufe, Abschaf- fung der Lernmittelfreiheit, geänderte Stundentafeln und Lehrpläne: Den Schulen wer- de zur Zeit viel an zusätzli- chen Aufgaben zugemutet, räumte die CDU-Landtags- abgeordnete Regina Seeringer beim bildungspolitischen Ge- spräch der CDU im Tilman-Riemenschneider Haus ein.
Die Landesregierung habe jedoch die Notwendigkeit ge- sehen, eine Schulstrukturre- form trotz angespannter Haushaltslage zügig auf den Weg zu bringen. Denn, so be- tonte sie, „Bildung ist das Wichtigste, was wir unseren Kindern geben können". Welche Schwierigkeiten sich in der Praxis aus dem neuen Schulgesetz ergeben und welche Kritikpunkte be- stehen, das wollte Regina See- ringer vor Ort erkunden. Des- halb hatte der Stadt- und Kreisverband der CDU die Schulleiterinnen und Schul- leiter aus dem Landkreis Osterode zu der Diskussions- runde eingeladen, die von Jo- chen Freckmann als Sprecher |
des bildungspolitischen Ar- beitskreises moderiert wurde. Von der Möglichkeit, die sich im Schulalltag ergebenden Schwierigkeiten zu schildern, machten die Anwesenden re- gen Gebrauch. Einen kaum zu bewältigenden organisatori- schen Aufwand für die Kolle- gien beklagten die meisten, insbesondere auch kleineren Schulen, infolge der Aufhe- bung der Lernmittelfreiheit und der damit verbundenen kostenpflichtigen Bücheraus- leihe. Einige befürchten, dass ihnen die Mittel für den Neu- kauf von Büchern in den nächsten Jahren ausgehen werden.
Zudem sehen einige Rekto- ren die Gefahr, Eltern aus so- zial schwachen Verhältnissen könnten gänzlich die An- schaffung der Lernmittel ver- weigern, sodass die Probleme auf dem Rücken der Kinder und Lehrer ausgetragen wer- den. Schulleiterin Karin Thie- le vom Osteroder Gymnasium spitzte es auf die Aussage zu: „Wer zahlen kann, kann Abi- tur machen, ist nicht das, was wir wollen!" Die Situation der Sonderschulen, die auch noch andere Materialien benötigen, für die dann das |
Geld fehle, sei schlichtweg nicht berücksichtigt worden, kritisierte Martin Struck von der Lutterbergschule Bad Lauterberg.
Nahezu einhellig bemängel- ten die Schulen, dass ihnen die Verwaltungsaufgaben über den Kopf wachsen, wor- unter die pädagogische Qua- lität auf Dauer leide, weil kei- ne Zeit für die Erarbeitung von Konzepten bleibt. Durch die Kürzung der Beratungs- lehrerstunden werde diese Si- tuation noch verschärft. Mit der geplanten Auflösung der Bezirksregierungen erwarten die Rektoren eine weitere Be- lastung der Schulleitungen. Von zahlreichen Anmeldun- gen, die von den Laufbahn- empfehlungen abweichen, be- richteten die weiterführenden Schulen und befürchten da- durch ein sinkendes Niveau, das die Vorbereitung auf die zukünftigen Zentralprüfun- gen behindert. Eltern könnten ihre Kinder teilweise nicht mehr richtig einschätzen, stellte Regina Seeringer dazu fest, und würden sie deshalb überfordern. Das Image der |
Hauptschule müsse gefördert werden, forderte sie, und sei- ne Bewertung als „negativer Schultyp" verlieren.
Die versprochene Durchläs- sigkeit der Schulsysteme sieht Horst Schwedhelm von der Kooperativen Gesamtschule in Bad Lauterberg jedoch nicht gewährleistet. Bereits mit Beginn der fünften Klasse wichen die Lehrpläne inhalt- lich und methodisch so stark voneinander ab, dass ein Wechsel der Schulform nur schwer möglich sei. Hier müs- se im Bereich der Vorgaben noch sehr viel nachgearbeitet werden. Regina Seeringer versprach, über die Probleme vor Ort im Gespräch zu bleiben und die in der Runde geäußerte Kritik weiterzugeben. Einen Dank richtete sie an die BBS II, der es auch mit ihrem neuen Mu- sical „Harzfever" gelungen sei, Werbung für die hiesigen Schulen und die Region zu be- treiben. Die CDU-Abgeord- nete lud dazu ein, sie nach Anmeldung in ihrem Land- tagsbüro aufzusuchen, um sie über solche Projekte, die auch überregional von Bedeutung sein können, zu informieren. |
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