Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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15. Februar 2005 aus dem Harz-Kurier

Briefe an die Redaktion

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War das eine glückliche Wahl?

Tilman Riemenschneider als Namensgeber

Als Kreistagsabgeordnete hatte ich seinerzeit eine an- dere Namengebung für das Osteroder Gymnasium bean- tragt: Heinrich Heine sollte der Namenspatron sein! Schließlich ist Heine ein deutscher Dichter von Rang, hat auf seiner Harzreise auch Osterode und seine Freimau- rerloge besucht und beim Abschied auf der Höhe der Harzberge von Osterode als der „Moosrose im Grünen" fast zärtlich gesprochen. „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den
Schlaf gebracht "...auch das hat er gesagt, als kritischer und mutiger Zeitgenosse, was ihn zwang, nach Frank- reich ins Exil zu gehen.
Als Schriftsteller und Jour- nalist hat er sich lebenslang bemüht, zwischen den beiden großen europäischen Nach- barvölkern zu vermitteln, in- dem er französische Kultur und Liberalität in Deutsch- land, deutsche Literatur und Philosophie in Frankreich bekannt machte.
Jetzt soll also der in Oste- rode aufgewachsene Bild- hauer und -Schnitzer Tilman Riemenschheider Namensge- ber werden. Sicherlich auch ein höchst ehrenwerter Mann - aber auch eine glückliche Wahl?

Jedenfalls keine mutige und entschlossene. Der klein- ste gemeinsame Nenner, der die Mitbürger eines intensi- veren Nachdenkens über die Namensgebung für ihr Kreis- gymnasium enthebt und sie weiter ruhig im Grünen schlummern lässt ?

Helga Meyer,
Herzberg

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