Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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22. Februar 2005 aus dem Harzkurier


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Warum in die Ferne schweifen
Tilman-Riemenschneider- Gymnasium, klingt gut oder? Man hat sich auf brei- ter Ebene für den Altar- schnitzer als Namensgeber für das Gymnasium ent- schieden. Das ist zu respektieren und ok so. Doch warum sind er, der als Kind in Osterode sicher wenig bewegte, und Heinrich Heine eigentlich die Favoriten, wenn wir Männer wie Dr. August Freitag und Dr. Georg Friedrich König in Osterode haben, zwei mutige Bürger, die sich 1831 im Rahmen des „Osteroder Auf Standes" gegen die Regierung mit Forderungen nach liberalen Reformen wendeten und lange Zuchthausstrafen kassierten? „Ihr Eintreten für Bürgerrechte und Freiheit hatte Anteil an einer Entwicklung, die zur heutigen freiheitlich-demo- kratischen Saatsform führte", schreibt der Göttinger Professor Ernst Schubert. Auch auf sie hätte man guten Gewissens zurück greifen können. Vermutlich fehlte es den Namen nur an Öffent- lichkeitswirksamkeit.    -mp-


Reuter: Geben wenig auf, gewinnen aber viel
Landrat informierte gestern den Kreistag über seine Initiative zur künftigen Regionalplanung
KREIS OSTERODE (be). „Wir geben wenig auf, aber wir ge- winnen viel". Mit diesen Wor- ten begründete Landrat Bern- hard Reuter gestern vor dem Kreistag, der in den Berufs- bildenden Schulen II in der Leege in Osterode zu einer öf- fentlichen Sitzung unter dem Vorsitz von Manfred Thoms zusammentrat, eine von ihm eingeleitete Initiative zur künftigen Regionalplanung.
Danach sollen die vier süd- niedersächsischen Landkreise und die Stadt Göttingen die Regionalplanung zugunsten eines neuen „Zweckverban- des für Raumplanung und re- gionale Entwicklung" abge- ben, um künftig ein höheres
Maß an Verbindlichkeit in der gemeinsamen Zusammenar- beit zu erreichen. Reuter zeig- te sich zuversichtlich, dass dann Interessenskonflikte weitesgehend vermieden und Südniedersachsen gestärkt werden könne.
Kritik kam aus den Reihen der CDU-Fraktion. Die Kreis- tagsabgeordnete Regina See- ringer meinte, es wäre besser gewesen, der Landrat hätte hierüber den Kreisausschuss informiert, bevor er mit seiner Initiative in die Öffentlichkeit gegangen wäre. Reuter stellte klar, dass sich sein Vorschlag mit seiner Amtsbefugnis decke. Er habe gerade verhin- dern wollen, dass dieser zer-
redet werde, bevor er an die Öffentlichkeit gelange.
In der Kreistagssitzung ging der Landrat auch auf die Fi- nanzsituation der niedersäch- sischen Kommunen ein und gab dazu Vergleiche auch im Hinblick auf den Landkreis Osterode. Wir werden hier- über noch berichten.
Einstimmig - bis auf eine Ausnahme - wurden die Be- schlussvorschläge vom Kreis- tag verabschiedet. Dabei ging es sowohl um die Neubeset- zung des Kreisschulausschus- ses als auch eine Vorschlagsli- ste für die Neuwahl von eh- renamtlichen Richterinnen und Richtern am Verwal- tungsgericht Göttingen. Die 5.
Fortschreibung des Rettungs- dienstbedarfsplanes fand ebenso die Zustimmung wie der Antrag des Osteroder Gymnasiums, künftig den Namen „Tilman-Riemen- schneider-Gymnasium" tra- gen zu dürfen, und der KGS Bad Lauterberg auf Einrich- tung einer offenen Ganztags- schule sowie der Lutterberg- schule Bad Lauterberg auf Erweiterung des sonder- pädagogischen Förderange- bots mit dem Schwerpunkt emotinale und soziale Ent- wicklung. Raymond Rordorf (Grüne) enthielt sich, weil er entsprechend auch die Wart- berschule in Osterode hätte berücksichtigt wissen wollen.


BRIEFE AN DIE REDAKTION

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Bezeichnung finde ich gut

Zum Leserbrief „War das ei- ne glückliche Wahl?"

Als Frau Meyer, oder als Kreistagsabgeordnete kön- nen Sie Namen nennen. Aber wenn die Schule oder Schüler einen anderen Na- men als Ihren Vorschlag gewählt' haben, dann ist das eine demokratische Entscheidung, die Sie an- erkennen sollten. Oder muss die Schule nach Frankreich auswandern? Ich finde die Bezeichnung Tilman Riemenschneider- Gymnasium gut.
Bodo Thomas
Marderweg 82
Barbis



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