Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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26. Mai 2005 aus dem Harzkurier

Mit Bescheidenheit und großem Leistungswillen
Architekt Helmut Holzapfel lebt in seinem Werk weiter
OSTERODE (gf). An den Fol- gen einer unheilbaren Krankheit verstarb kürzlich der in Südniedersachsen gut bekannte Architekt Dipl.- Ing. Helmut Holzapfel. Sein Leben war von Leistung und Fleiß geprägt. In der Öffent- lichkeit gab er sich einfach und bescheiden.
1932 wurde Helmut Holzap- fel in Schwiegershausen in einer Bauhandwerkerfamilie geboren. Leistung .und Wil- lenskraft zeichneten ihn schon als jungen Mann aus. Über den zweiten Bildungs- weg stieg er zum Dipl.-Ing. und Architekt auf. Verheira- tet war er in guter Zeit mit Lissi, geb. Wode, aus Wulf- ten. Helmut "war der Fach- mann, Lissi war die Kauf- frau. Das Ehepaar hat zwei Söhne. Viele Hochbauten werden in der Zukunft an
sein bautechnisches Schaf- fen, seinen Fleiß und seine Ideen erinnern, auch über den Landkreis Osterode hin- aus. Sein Wissen als Bau- sachverständiger und verei- digter Schätzer war gesucht in südlichen Niedersachsen, bis seine Lebenszeit sich neigte.
Begonnen hat er 1956 als junger Mitarbeiter des Regie- rungsbaumeisters Gerke. Er- ste Aufgaben waren der Neu- bau des Gymnasiums in Osterode und die Schule in Wulften. Er war der Archi- tekt der Kreuzkirche, des „Guten Hirten" in Osterode und der Paulus-Kirche in Bad Lauterberg und des Al- ten- und Pflegeheims St. Ja- cobi in Osterode. 1966 mach- te Helmut Holzapfel sich selbständig, tapfer unter- stützt von seiner Ehefrau.
Es folgten Sakralbauten, Schulen, Kindergärten, un- zählige Sanierungs- und Mo- demisierungsarbeiten in den Altstädten von Osterode, von Herzberg bis in den Solling. Bedeutende Industriebauten, das Osteroder Schwimmbad und auch Bauten der Kreis- wohnbau gehören zu den Be- weisen seines Könnens. Eine Meisterleistung, auch im Denkmalsschutz, war die Modernisierung eines über 200 Jahre alten und über 100 Jahre als eines der besten Stadthotels genutzten Hau- ses am Osteroder Kommarkt.
Als Jäger widmete er sich vornehmlich der Hege und der Gestaltung der Land- schaft. Persönliche Tatkraft zeigte Helmut Holzapfel bei der Aufforstung von Ödland. Seine Liebe zur Bewegung in
freier Natur zeigte sich auch in seinem zweiten Hobby, dem Golf.
Harzkurier
26.05.2005
Helmut Holzapfel. FOTO: RED





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