Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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08. September 2005 aus dem Harzkurier

„Sind stolz auf den neuen Namen"
Tilman-Riemenschneider-Gymnasium - Festakt zur Namensgebung in der Stadthalle
OSTERODE (mp). Es war ein langer Weg bis zur Namensge- bung für das jetzige Tilman- Riemenschneider-Gymnasi- um Osterode: Darauf verwie- sen sowohl Schulleiterin Ka- rin Thiele während der Be- grüßung der Festgäste in der Stadthalle am Mittwochvor- mittag als auch Landrat Bernhard Reuter und Bürger- meister Klaus Becker in ihren Grußworten. Seit dem Beginn des Schuljahres 2005/2006 heißt das Osteroder Gymnasi- um Tilman-Riemenschneider- Gymnasium. Das galt es zu feiern.
Immer wieder war der Vor- schlag in der Geschichte des Gymnasiums formuliert wor- den, die Schule nach dem Bildschnitzer zu benennen, der in Osterode seine Kindcr- und Jugendzeit verbracht hatte. Am 21. Februar 2005 fasste der Kreistag den ent- sprechenden Beschluss. So bezeichnete Landrat Reuter vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, der Ver- waltung, den Kirchen, der Schule und vielen Schülern,
Harzkurier
08.09.2005
Dr. Claudia Lichte bei Ihrem Festvortrag.FOTO: Michael Paetzold
die zum Festakt gekommen waren, die Namensgebung auch als „Wunschkind" des Schulträgers. Die Schulleite- rin: „Schüler, Eltern und Kol- legen, wir alle sind stolz auf die neue Bezeichnung." Zu-
recht, wie der Landrat betonte, zeichneten den spätgotischen Meister doch demokra- tisches Denken und Handeln aus. Er sei ein gutes Vorbild und stelle hohe Ansprüche an die Schule. Ebenso wie Direk-
tor Dempwolf für die Landes- schulbehörde versicherte Reuter eine verlässliche Be- gleitung der Institution in der Zukunft. Festrednerin war Dr. Clau- dia Lichte, Leiterin des Main- fränkischen Museums Würz- burg, die das Leben und Werk Riemenschneiders (1460 bis 1531) anhand von Lichtbil- dern ausführlich vorstellte. Der Bildschnitzer habe eine enge Beziehung zu Osterode gehabt, die sich allerdings nicht in seinem Werk nieder- schlägt. Vermutlich sei er in Heiligenstadt geboren, wo die Familie bis 1465 lebte, bevor sie als Folge politischer Wirren nach Osterode flüchtete. Schworpunkt des Vortrags war sein Schaffen in Würzburg. Diese „Namensgebung ist für mich Ausdruck dafür, dass Sie für die Ausbildung der jungen Generationen Sorge tragen wollen", sagte Dr. Claudia Lichte. Kin at- traktives Rahmenprogramm, gestaltet von Schülern des Gymnasiums, umrahmte den Festakt.




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