Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz
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23. Juni 2006 aus dem Harzkurier


Jungen „Überfliegern" ganz gezielt auf die Sprünge helfen
Verbund zur Förderung besonderer Begabungen: Freude über Genehmigung
OSTERODE(mp). Sie zappeln im Unterricht, sind abgelenkt oder fallen gleich als „Überflieger" auf. Für hochbegabte Kinder ist der normale Unterricht zuweilen stink- langweilig, weil sie unterfordert sind. Zum l. August, zum neuen Schuljahr also, nimmt die neue Hochbegabtenförderung in Osterode ihre Arbeit auf. Wie Gymnasialleiterin Karin Thiele, Veronika Holz- apfel, Leiterin der Grundschu- le Lasfelde und die Leiterin des Kindergartens Lasfelde Ingrid Kalla gestern hocher- freut mitteilten, wurde mit einem Schreiben vom Kultus- ministerium der Antrag des Förderbundes aus den drei Einrichtungen positiv beschieden. Damit kann im Verbundsystem die besondere Förderung gezielt beginnen. Die Initiative ergriffen hatten zunächst Grundschule und Kindergarten, weil entspre- chende Begabungen von Kin- dern immer wieder ins Auge fielen: „Sie haben mit dem Vorhaben dann bei mir offene Türen eingerannt", so dazu die Gymnasialleiterin. Für das Tilman Riemenschneider- Gymnasium bedeutet das zusätzliche neun Stunden vom Land, die ausschließlich für die Begabtenförderung (Arbeitsgruppen, Projekte, Wettbewerbe in sprachlichen und naturwissenschaftlichen Zweigen) eingesetzt werden. Die Grundschule Lasfelde kann sich dieser Aufgabe in vier zusätzlichen Stunden widmen. „Damit erfährt das Bildungsangebot am Schul- standort Osterode endlich einen wichtigen Lücken- schluss", betonten die Leite- rinnen. Bisher mussten Kin- der mit besonderen Begabun- gen nach Göttingen oder Nort- heim fahren, um adäquat beschult zu werden. Jetzt wird es mit' den Kooperationspart- nern, der TU Clausthal, dem Eltemverein „Helle Köpfe", der Kreismusikschule, der KVHS, den Leistungsabteilun- gen der Sportvereine und der Lebenshilfe, „Harz-Weser- Werkstätten", um das konkre- te inhaltliche Angebot gehen.
Bei den Initiatoren des Ver- bundes ist die Freude über ihren Erfolg groß, waren doch inhaltliche und organisatori- sche Hürden zu nehmen, bevor man mit einem umfas- senden Antrag auf die Aus- scheibung reagieren konnte. Gehofft wird jetzt darauf, dass der Verbund rasch wächst und an Gewicht gewinnt.


Musikalische Vielfalt und Harmonie Gelungenes Schulkonzert des Tilman Riemenschneider-Gymnasiums
OSTERODE (gf). „Temperamen- te" war das Schulkonzert des Tilman Riemenschneider- Gym- nasiums betitelt: Und es war tat- sächlich ein musikalischer Spie- gel der von jeher guten Ausbil- dung im Hause. Sie setzt, das konnte man in den ganz unter- schiedlichen Darbietungen hören und sehen, auf die Förderung von Einzelbegabungen bei guter Chor- und Orchesterarbeit. „Mu- sik liegt in der Luft mit einer große Vielfalt und viel Harmo- nie", sagte Oberstudiendirek- torin Karin Thiele zu Beginn der etwas über zweistündigen Ver- anstaltung aus Einzelauftritten, Tanz, und gemeinschaftlichen Musizierens.
Lob gebührt den Pädagogen Jutta Engelhardt, Sigrid Jacobi und Michael Gemer. Letzterer übernahm auch die mit Scher- zen aufgelockerte Ansage. Der Beifall war enorm, die Darbie- tungen hochklassig. Erstaun- lieh ist allerdings, was Jutta Engelhardt mit den Schülern an unterschiedlichen Tänzen einstudiert hatte. Schön anzu- sehen und anzuhören war der fast nur aus jungen Mädchen
Harzkurier
23.06.2006
Der Chor des Gymnasiums erfreute das Publikum mit seinen Ltedern. Foto: Feuernegei
bestehende Chor unter Beglei- tung von Sigrid Jacobi. Das Orchester war in der ganzen musikalischen Welt unter Lei- tung von Michael Gerner zu Hause. Auch die „Big Band" hatte den Titel des Abends „Temperamente" aufgegriffen und musikalisch eindrucks- voll umgesetzt. Besondere Erwähnung verdienen die Ein- zeldarbietungen: Allen voran die wunderschöne junge Stim- me von Caroline F. g. Darrel- mann mit Begleitung von Juli- an Hollung (Piano) und das Solo von Robin Zugehör am Klavier. Wirklich „super" waren zudem Friederike Boh- nen sowie Gerrit Schwert- helm mit der Gitarre. Marius Klingebiel, präsentierte sich dem Publikum als wahrer Zau- berkünstler mit Schlag- stöcken. Viele Blumen wur- den überreicht für bemer- kenswerte Leistungen. Den Dank für die unzähligen Übungsstünden im Vorfeld sprach Schulleiterin Karin Thiele aus. Sie hatten viel Zeit außerhalb des regulären Unterricht in Anspruch genommen. Der Abend ver- diente ohne Einschränkung das Prädikat „Anspruchsvoll".


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