Thunder and Lightning
Aufführung der Englisch Theater AG des Gymnasium Osterode:
Das Stück, das 1952 seine Uraufführung hatte, ist eine Antwort Arthur Millers auf die McCarthy Anhörungen in den USA, jetzt ist es ein Gleichnis für jede Art von Massenwahn und Kollektivhysterie, die heute in der Politik nicht weniger gefährlich sind als 1692 in der Religion.
Die Handlung spielt in der von neu-englischen Puritanern bewohnten Stadt Salem. Der bigotte Pfarrer Parris ist voller Furcht, dass seine Feinde den allgemein umgehenden Hexenglauben dazu benutzen, sein eigenes Haus in Verdacht zu bringen, denn er hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail und andere junge Mädchen tanzend - einige sogar nackt - zu der Musik der Negersklavin Tituba im Wald vorgefunden, ein Zeichen für das Bündnis mit dem Teufel.
Betty ist in einen Tiefschlaf gefallen und alle Mädchen fürchten drakonische Strafen. Abigail, die ein Verhältnis mit dem Bauern John Proctor hatte und die besonders hysterisch ist, weil sie Proctors Frau Elisabeth den Tod wünscht, stachelt bei den Nachforschungen durch den Kirchenvertreter Hale dessen Neugier an und nennt viele Namen von bis dahin unbescholtenen Bürgern, unter anderem auch die von Elisabeth Proctor und Rebecca Nurse.
Diese werden von nun an verdächtigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen und darauf steht die Todesstrafe.
John Proctor hat sich von Abigail abgewendet, was deren Rache und Hysterie noch weiter ankurbelt. Er bereut seine Untreue zutiefst.
In den Verhören von Hale "gestehen" Abigail und auch andere Mädchen. So fällt der Verdacht von ihnen ab und sie sind nun die mächtigen Kronzeugen des Geschehens, das unter ihrer willkürlichen Regie seinen dramatischen Verlauf nimmt.
Elisabeth wird denunziert und verhaftet und John Proctor setzt alles daran, seine Frau zu retten. Vor Gericht gibt er selbst den Ehebruch zu, um die niederen Motive Abigails aufzudecken. Dies nützt aber gar nichts, da der Richter Danforth den Aussagen der Mädchen eher glaubt als Proctor. Dieser wird nun auch verdächtigt, mit dem Teufel verbündet zu sein.
Das Stück nimmt ein dramatisches Ende, das jeder Interessierte in der Stadthalle selbst verfolgen kann. Die Aufführung findet am 28. 6. um 19.30 Uhr in der Stadthalle Osterode statt. Karten (4€ Erwachsene und 2€ Schüler) gibt es in der Stadthalle im Vorverkauf und an der Abendkasse und im Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode. Die Schüler und Schülerinnen, die seit einem Jahr nicht nur an dem AG Termin, sondern auch an vielen Wochenenden und auch Ferientagen proben, hoffen auf einen regen Besuch, um ihre Auseinandersetzung mit einem schwierigen, spannenden Thema einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.

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